Rheinland-Pfalz

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat ihre Hausaufgaben nach dem Beschluss der Bund-Länder-Kommission in Windeseile erledigt. In der 12. Corona-Bekämpfungsverordnung vom 30. Oktober 2020 heißt es im § 8: “Einrichtungen des Beherbergungsgewerbes…..sind geschlossen.” Außer Hotels, Pensionen, Gasthöfen, Ferienhäusern und -wohnungen und anderen Beherbergungsbetrieben werden expressis verbis auch “Campingplätze, Reisemobilplätze, Wohnmobilstellplätze und ähnliche Einrichtungen” genannt.

Eine Ausnahme gibt es auch in Rheinland-Pfalz. Hotels und Beherbergungsbetriebe “können bei Bedarf ausschließlich für den nicht touristischen Reiseverkehr unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen öffnen.” Es gilt dann natürlich die Pflicht zur Kontakterfassung, Abstandsgebote und Maskenpflicht.

Die Corona-Bekämpfungsverordnung tritt ab dem 2. November 2020 in Rheinland-Pfalz in Kraft. Sie ist bis zum 30. November 2020 befristet.


Gute Nacht, Deutschland

Man kommt aus dem Kopfschütteln kaum noch heraus: Während der Deutsche Bundestag am gestrigen Donnerstag in Berlin über die Beschlüsse der Bund-Länder-Kommission von Mittwoch diskutieren durfte, da begann im schönen Erfurt die Messe “Reisen & Caravan”. Oder, sagen wir es mal deutlich: Während Deutschlands Gastwirte, Hoteliers und Stellplatzbetreiber sich auf den angekündigten Lockdown zum 2. November vorbereiten müssen, können sich bis zum 1. November bis zu 5000 Menschen zeitgleich über attraktive Reiseziele informieren oder sich am Anblick heraus geputzter Reisemobile erfreuen.

Nach dem Kopfschütteln bleibt dann nur noch, sich über den Ablauf der nächsten Tage klar zu werden. Im Prinzip handelt es sich um ein sehr ähnliches Verfahren wie im vergangenen Frühjahr: Nachdem die Bund-Länder-Kommission einen Beschluss gefasst hat, sind nun die Bundesländer am Zug: Sie müssen jetzt die entsprechenden Landesverordnungen (VO) oder Allgemeinverfügungen erlassen, die dann die Details des Lockdowns regeln werden.

Einige Verordnungen oder Allgemeinverfügungen sind bereits für heute angekündigt. In Niedersachsen zum Beispiel. In mehreren Ländern kommen heute auch die Landesregierungen zu Sondersitzungen zusammen, auch einige Landtage wurden einberufen. Angesichts der Abläufe im Frühjahr würde es auch nicht überraschen, wenn das eine oder andere Bundesland seine Verordnung erst im Laufe des Wochenendes veröffentlichen würde.

Im Rahmen des deutschen Feuderalismus könnte es also Länder geben, die den Beschluss der Bund-Länder-Kommission noch weiter zu verschärfen trachten. Frau Schwesig aus MV wurde bereits mit dem Wunsch nach Verschärfungen gehört. Herr Söder aus BY spricht bereits vom Katastrophenfall, der seiner Regierung dann weitreichende Handlungsmöglichkeiten geben würde.

Bis diese Landes-VO en detail veröffentlicht sind, gilt im Prinzip das Dekret von Frau Merkel, dass touristische Reisen ab dem 2.11.20 zu unterlassen sind. 

Ein ganz andere Frage ist, ob diese Landes-VO dann vor Gericht auch standhalten. Man erinnere sich: Ordentliche Gerichte hatten ja erst vor wenigen Tagen reihenweise die Beherbergungsverbote diverser Landesregierungen kassiert, andere Regierungen hatten die dann eilig selbst suspendiert oder einfach auslaufen lassen.

Bundestags-Vizepräsident Kubicki spricht in der “Passauer neuen Presse” „von einer bemerkenswerten Widersprüchlichkeit“ der Beschlüsse, „das nur fraglich erscheint, wann das erste Gericht sie kippt und nicht ob“.

TopPlatz bleibt auf jedem Fall dran und berichtet in App und Web über den Stand der Dinge. Brandeilige Informationen kommen wie gewohnt per Push Mail direkt aufs Smartphone.

Aachen

Stilles Örtchen vom Feinsten

Ein Schmuckstück von Service- und Sanitärgebäude ziert ab sofort den TopPlatz in Aachen. Mit schickem Büro für die Gästebetreuer, Prospektverteiler und Info-Wänden, dem Hort für den morgendlichen Brötchenservice, Waschmaschine und Trockner, Spülbecken sowie je drei Duschen für Damen und Herren, 4 bzw. drei Toiletten sowie einem barrierefreien Behinderten- und Familienbad auch mit Wickeltisch und Kinderdusche hebt das neue Gebäude den Stellplatz im Kurviertel Burtscheid auf ein völlig neues Niveau. Mehr zum Stellplatz Bad Aachen HIER

Lübz

Eine Pension auch für Mobile

Steffen Mausolf macht es möglich: Reisemobilisten, die noch nicht wissen, wo sie ihr fahrbares Zuhause in diesem Winter unterstellen können, macht der Betreiber des TopPlatzes in der mecklenburgischen Bier-Hochburg Lübz ein gutes Angebot. Zu seinem Unternehmen gehört nämlich auch die kuschelige “Boots-Pension” im Hafen “Am Speicher” – mit einer großen Halle und einem ebenso großen Aussenlager.

Konkret heißt das: Reisemobilisten können wählen zwischen einem Winterlager in der beheizten und bestromten Halle oder auf dem geschotterten, nicht überdachten Aussenlager. Der Hallen-Stellplatz kostet 2,50 Euro pro Quadratmeter und Monat. Die Miete ergibt sich aus der Multiplikation der Länge und Breite des Fahrzeugs. Zusätzlich werden 0,5 Meter Sicherheitsabstand zu allen Seiten addiert.

Für ein etwa acht Meter langes Mobil werden also gut 70 Euro pro Monat fällig. Der Aussen-Stellplatz ist mit 1,50 Euro pro Quadratmeter und Monat naturgemäß etwas günstiger. Ein konkretes Angebot erstellt Steffen Mausolf, sobald ihm die Angaben für Länge und Breite des Mobils vorliegen.

Das Städtchen Lübz liegt etwa auf halber Strecke zwischen Berlin und Hamburg und ist über die A 24 gut zu erreichen. Die Fahrtzeit beträgt von Hamburg aus zwei Stunden, von Berlin aus sind ein paar Minuten länger.

Stellplatz im “Hafen am Speicher”
Am Hafen 2a
19386 Lübz
T: 01 72 / 30 339 55
E: steffen-mausolf@web.de
www.lübzer-bootspension.de

De Westereen

Camperpark Kuikhorne

Neben dem Waschhaus, am Kanal oder am Hafen: freie Auswahl bei der Stellplatzsuche.

Mit dem Camperpark Kuikhorne finden Reisemobilisten ab sofort eine neue Etappenstation zwischen Ostfriesland und dem beliebten TopPlatz in Leeuwarden, der Hauptstadt der niederländischen Provinz Friesland. Der Stellplatz ist Teil Yachthafens ‘t Eibertsnêst und bietet Platz für insgesamt 50 Mobile, fein säuberlich verteilt auf drei Flächen: auf einer Wiese gleich neben dem Waschhaus, am Hafen oder direkt am Kanal de Zwemmer, der Verbindung zwischen der Lauwerszee und dem Burgumer Mar.

Eins haben alle drei Flächen miteinander gemeinsam: Das Wasser ist überall nur wenige Meter entfernt. Und: Dank eines Ferienappartements für zwei Personen können Gäste mit und ohne Mobil gemeinsam die Region erkunden.

Der Reisemobilhafen liegt genau zwischen den wichtigsten Orten im Nordosten Frieslands: Eernewoude, Dokkum, Kollum und Burgum. Diese Orte sind vom Camperpark aus gut per Fahrrad zu erreichen. Dokkum ist wohl der bekannteste Ort – hier wurde Bonifatius, der “Apostel der Deutschen”, auf einer Missionsreise im Jahre des Herrn 754 gemeinsam mit 50 Begleitern erschlagen. Heute zeigt sich das Städtchen entschieden friedlicher, lockt mit einem wunderschönen Zentrum, einem attraktiven Markt (Mi) und natürlich der Bonifatuskapelle.

Eine Vielzahl von Routenempfehlungen mit genau genannten Knotenpunkten liegen vor Ort aus. Mehr Tipps für Entdeckungen der Umgebung bei Hans und Jittie Mozes, den beiden Gastgebern des neuen TopPlatzes.

Camperpark Kuikhorne
Kukhernsterwei 31
NL-9271 HD De Westereen

Tel: +31 (0) 5 11/47 27 75
Mail: info@jachthavenkuikhorne.nl
www.camperparkkuikhorne.nl


Holzminden

Überwintern bei Wilfried

Reisemobilisten, die Wohnung oder Haus aufgegeben haben und mehr oder minder das ganze Jahr über auf Achse sind, können für den kommenden Winter ein neues Langzeit-Ziel einplanen: Wilfried Wagner, Besitzer des Mobilcampings in Holzminden im Weserbergland, zeigt Herz – und bietet erstmals einen Langzeit-Aufenthalt auf seinem Stellplatz an.

Natürlich nicht auf den sonst heiß begehrten Flächen an der Weser – die sich nämlich nicht hochwassersicher. Dafür aber etwas weiter oben im begrünten Bereich unweit des Empfangsgebäudes, dazu kommen weitere Ausweichflächen im Außenbereich des Platzes. Insgesamt stehen mindestens 30 Parzellen für Überwinterer zur Verfügung. Für den Zeitraum vom 15. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021 berechnet Wagner pauschal 400 Euro, Strom und Frischwasser gehen natürlich extra.

Kürzere Aufenthalte sind auch möglich, Angebote bitte direkt mit dem Stellplatzbetreiber besprechen. Das Mobilcamping ist ganzjährig geöffnet, ebenso sind alle Einrichtungen wie Duschen und Toiletten, Waschmaschinen und Trockner verfügbar. Auch Wasserversorgung, bzw. Abwasserentsorgung sind gewährleistet. Die traditionelle Silvesterparty hat Wagner sicherheitshalber abgesagt.

Mobilcamping Holzminden:
Stahler Ufer 16
37603 Holzminden

T: 0 55 31 / 99 09 65
E: info@mobilcamping.de
www.mobilcamping.de

Mitwitz

Geselligkeit und Gemütlichkeit zeichnen ihn aus: den Frankenpark “Auszeit”

Der Reise-Herbst macht jetzt eine kurze Pause, bevor ein hoffentlich goldener Oktober ins Hause steht: Das ist genau der richtige Zeitpunkt, Atem zu holen und die neuen Reise-Ideen zu sichten, die TopPlatz kürzlich auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf vorgestellt hat: Darunter sind mit den TopPlätzen in Mitwitz in Oberfranken, in De Westereen in in der niederländischen Provinz Friesland und in Santa Cristina in Andalusien gleich drei Neuzugänge im Netzwerk der Ausgezeichneten Reisemobil-Stellplätze.

Der Name des Neuzugangs vor den Toren von Kronach ist Programm. Frankenpark “Auszeit” nennen Daniela und Thomas Ströhlein ihren liebevoll begrünten Stellplatz in Mitwitz – und setzen dabei vor allem auf Geselligkeit und Gemütlichkeit: In Bistro und Terrassencafé mit schönem Blick auf die 29 Parzellen des Stellplatzes trifft man sich. natürlich mit dem gehörigen Abstand, um sich auszutauschen über die Ausflugsziele in diesem Teil von Oberfranken. Mehr zum Stellplatz HIER.

Da wäre erst einmal das wunderbare Wasserschloss aus der Zeit der Renaissance in Mitwitz selbst. Und, natürlich, das “Grüne Band”. Dieser heute 50 bis 200 Meter breite Geländestreifen durchzieht Deutschland auf einer Länge von fast 1400 Kilometern – ein Paradies für Wanderer und für Radler von der Ostsee bis ins Bayerisch-sächsische Vogtland mit einer allerdings weniger paradiesischen Geschichte: Das Grüne Band markiert den Bereich zwischen dem Kolonnenweg der DDR-Grenztruppen und der ehemaligen Staatsgrenze zwischen DDR und BRD – den ehemaligen Todesstreifen also.

Weil die Fläche zwischen dem Streckmetallzaun und der eigentlichen Grenzlinie nicht genutzt und nur sporadisch von Büschen befreit wurde, konnte sich die Natur hier frei entfalten. Der Grenzstreifen entwickelte sich zu einem abwechslungsreichen Mosaik aus offenen, halboffenen und verbuschten Lebensräumen – und damit zu wertvollen Rückzugsgebieten für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Was kaum einer weiß: Ausgedacht wurde das Konzept des Grünen Bandes – richtig: in Mitwitz. Die Gemeinde gilt als Geburtsort des Grünen Bandes, hier ist nach der Wiedervereinigung die Idee eines Biotopverbundes entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze entstanden. Mehr zum Grünen Band HIER.

Absberg

Mehr Platz am Brombachsee

Mehr Platz für Mobile: Die roten Linien markieren den neuen Übernachtungsbereich

Ungewöhnliche Zeiten, das ist klar, erfordern viel Umsicht, einiges an Improvisationskunst und schnelle Maßnahmen – da bleibt kein Platz für Zagen oder Zaudern. Schon gar nicht, wenn man wie Dieter Hofer als Geschäftsleiter des Zweckverbandes Brombachsee arbeitet und außer einem sehr großen TopPlatz auf der Badehalbinsel Absberg auch noch einen Campingplatz, Sportboothäfen und diverse Freizeitbetriebe durch dieses skurril anmutende Corona-Jahr steuern muss.

Eine Achterbahnfahrt ist nichts dagegen. Erst ging bis Pfingsten offiziell gar nichts, dann kam der Gäste-Tsunami, und mit rund 600 Mobilen war der TopPlatz samt den vorhandenen Erweiterungsflächen auf der Badehalbinsel bis zum Anschlag besetzt. Eine Lösung musste also her. Schnell, klar, zum Wohle aller – denn im Sommer werden viele der Flächen für Badegäste mit Pkw benötigt.

Der Ansturm ließ Hofer nicht ruhen. Flugs räumte er einen Sportplatz und schuf innerhalb von wenigen Wochen mit einer Vielzahl von Helfern einen neuen Bereich abseits der Pkw-Parkflächen – auf dem Bild oben durch rote Linien markiert. Gut 300 Mobile können hier auf einem mehr oder weniger ebenen, naturbelassenen Untergrund stehen. Insgesamt kommt die Bade-Halbinsel damit auf eine Kapazität von über 900 Reisemobilen.

Natürlich müssen auch die mobilen Gäste improvisieren, denn so schnell lassen sich die Kapazitäten der Sanitärhäuser natürlich nicht erhöhen. Wer aber bei der gegenwärtigen Hitze im Grünen und unweit von einem Badesee stehen möchte, der findet hier ein gutes Angebot.

Das Problem ist nur: Bei den Medien kam die neue Situation irgendwie nicht an. Diese berichten seit Wochen von einem gewaltigen Ansturm von Tagesausflüglern auf den Brombachsee, vor allem am Wochenende, was auch stimmt. Der Bayerische Rundfunk berichtet kürzlich gar von einer “Wohnmobil-Schwemme im Fränkischen Seenland” und damit zusammen hängenden Problemen, die neuen Kapazitäten auf der Badehalbinsel am Kleinen Brombachsee sind den Reportern aber offenbar nicht aufgefallen…..

Viele Freizeittipps rund um die Badehalbinsel auf der Website des Zweckverbandes, mehr zum TopPlatz hier.

Rømø

Zur Heide-Blüte an die Nordsee

Mit dem Fahrrad durch blühende Heide – auf Rømø ein leichtes Vergnügen

Die Schulferien in Dänemark, sie sind vorüber. Das Gros der einheimischen Gäste ist am zweiten August-Wochenende wieder mit Sack und Pack von den Küsten und Inseln nach Hause gefahren, der Alltag hat sie wieder. Wer jetzt aber, ab Mitte August oder etwas später im September, den Süden von Jütland ansteuert, der genießt einerseits die deutlich leereren Strände auf der Nordsee-Insel Rømø, andererseits auch den Reiz der sich langsam wandelnden Natur.

Mit dem Fahrrad lässt sie sich das Hinterland der flachen Insel wunderbar erkunden. Das Heidekraut blüht in einem wunderschönen violetten Teppich, an den etwas feuchteren Stellen auch die Glockenheide. Jetzt ist die Hochsaison für das Sammeln von Beeren. Schwarze Krähenbeeren, Preiselbeeren und Rauschbeeren sind reif, und man darf sie für den eigenen Verzehr pflücken.

Von Ende August bis Mitte Oktober kann man vom Rømø-Damm aus Dänemarks spannendstes Naturphänomen erleben: die “Schwarze Sonne”. Mehrere hunderttausend Stare führen in riesigen Schwärmen ein wahres Flugballett auf und verdunkeln dabei die untergehende Sonne.

Bitte daran denken: Die dänische Regierung hat den Mindestaufenthalt für Reisende aus Deutschland auf sechs Nächte festgelegt, die aber nicht an einem einzigen Ort verbracht werden müssen. Buchungsbelege bitte mitnehmen, es gibt Kontrollen an der dänischen Grenze.

Details zum Stellplatz Rømø bei TopPlatz, Buchungsanfragen auch in deutscher Sprache an: oasen-roemoe@bbsyd.dk. Die Buchungsbestätigung kommt dann ebenfalls per Mail. Zum Beobachten der Schwarzen Sonne empfiehlt sich auch der TopPlatz in Høyer auf dem Festland. Hier geht es zu der auch deutschsprachigen Website des Stellplatzes die Abkürzung zum Buchungssystem findet man hier.

Geldern, Goch & Straelen

Immer dem Knoten nach

Die grossen Ferien in den ersten Bundesländern sind vorbei, da richtet sich der Blick vieler Reisemobilfahrer ganz automatisch auf noch nicht so geläufige Freizeitangebote vor der Haustür, gern auch abseits der touristischen Brennpunkte. Der flache, ruhige aber stellplatzreiche Niederrhein wäre eine solche Region, die überdies etwas besitzt, was in anderen Landesteilen weiter im Osten noch nicht so verbereitet ist: Wie wäre es denn einmal mit dem Radeln nach Zahlen?

Dieses Radwegesystem der etwas anderen Art heisst offiziell “Knotenpunktsystem” und kommt ursprünglich aus den Niederlanden und Belgien, zwei ausgewiesenen Radsportnationen also. Es findet jetzt aber auch immer mehr Anhänger in Deutschland, zunächst natürlich einmal in den grenznahen Regionen wie dem Niederrhein.

Und so funktioniert es: Das Radwegenetz ist einheitlich beschildert, alle Kreuzungen (die Knotenpunkte also) sind durchnummeriert. Unter den Wegweisern werden jeweils Richtung und Nummer der nächstgelegenen Knotenpunkte angezeigt. Damit ist klar: Radler müssen sich statt Ortsnamen nur die Nummern der Knotenpunkte der geplanten Strecke merken.

Es genügt ein kleiner Zettel, oder man schreibt die Zahlen auf den Handrücken. Teure Technik braucht es nicht, und der individuellen Routenplanung steht auch nichts mehr im Wege – die Ära der starren Routen geht damit zu Ende.

Wer es ausprobieren mag: Mit den TopPlätzen in Geldern-Walbeck, am Freizeitbad Wasserstraelen in Straelen sowie auf dem Friedensplatz in Goch gibt es gleich drei Stellplätze in der Region, die sich wunderbar als Startpunkt eignen.