Schick in Schale

Am Freitag vor Pfingsten ist es soweit: Dann beginnt auch für Angelika und Heribert Erz, Inhaber und Hafenmeister der Marina in Fürstenberg/Havel die neue Saison, endlich. Möglich macht dies die neue Verordnung des Landes Brandenburg, die touristische Übernachtungen ab dem 21. Mai wieder erlaubt. Es dürfen aber nur Gäste beherbergt werden, die keine Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion aufweisen und die vor Beginn der Beherbergung negativ auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus getestet sind. Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen.

Stammgäste des TopPlatzes am Schwedtsee werden eine ganze Reihe von Verbesserungen feststellen. Die Einsetzstelle für Kanus und Paddelboote wurde völlig neu gestaltet. Diese wartet jetzt mit neuer Spundwand und einer Stufe auf, so dass mobile Wassersportler ihren schwimmenden Untersatz schnell und bequem vom Mobil in den See einsetzen können.

Auch das Entsorgen geht jetzt leichter von der Hand. Als Ergänzung zu der vorhandenen Entsorgungsstelle gibt es jetzt eine weiteren Ausguss für Cassettentoiletten. Und, last but not least, als Vorkehrung vor dem möglichen Großandrang in dieser Saison haben die beiden gebürtigen Nordrhein-Westfalen eine vorhandene Rasenfläche mit neuen Stromsäulen ausgestattet und erhöhen so die Kapazität des Stellplatzes auf rund 80 Parzellen.

Nur die Sanitäranlagen des Stellplatzes müssen laut Landesverordnung geschlossen bleiben. Weitere Einzelheiten zum TopPlatz am Schwedtsee im Web.

Am Nohfels geht es los

Der Countdown läuft: Wenn der Inzidenzwert im Landkreis Bad Kreuznach an mindestens fünf Werktagen unter 100 liegt, dann ist eine Öffnung des TopPlatzes in Bad Sobernheim im Naheland möglich. Wenn nichts Unvorhergesehenes mehr geschieht, dann wird es am Freitag, den 21. Mai endlich soweit sein: Sonja Nitsch, die neue Betreiberin vom Stellplatz Am Nohfels und dem Schwedencafé an der Nahe kann dann, endlich, ihre ersten Gäste der neuen Saison begrüssen.

Apropos Begrüßung. Anders als in den meisten anderen Bundesländern müssen Reisemobilisten beim Check-in auf einem Stellplatz in Rheinland-Pfalz keinen negativen Corona-Test vorlegen. Und noch eins ist anders als anderswo: Während des Aufenthaltes müssen sie auch keinen weiteren Corona-Test vorlegen – eine große Erleichterung für Gastgeber wie für Gäste.

Diese könne sich auf einige Neuerungen freuen. So rundet ein neuer Foodtruck das gastronomische Angebot ab. Das neue Team vom Nohfels serviert dort acht verschiedene Gourmet-Hamburger, mit hausgemachten Patties und ebensolchen Saucen. Das Schwedencafé mit seinem lauschigen Nahe-Garten, in dem Familie Engelmann einst Kaffee und Kuchen serviert hatte, bleibt natürlich erhalten, die leckeren Waffeln, die Kuchen und die Flammkuchen natürlich auch.

Für den absehbaren Andrang zu Pfingsten bereitet sich die neue Chefin gut vor: Die Wiese hinter dem parzellierten Stellplatzteil wird bei schönem Wetter ebenfalls für Reisemobile geöffnet. 20 bis 25 weitere Fahrzeuge können hier stehen, gern auch mit Strom. Eine spontane Anreise ist also möglich, die Möglichkeit zur Reservierung gibt es nicht.

Mehr zum Reisemobilstellplatz Am Nohfels HIER, bitte für den Fall der Fälle auch gleich die neue Mailadresse notieren: info@nohfels-park.de.

Nordrhein-Westfalen gibt Gas

Seit dem 15. Mai macht sich Nordrhein-Westfalen locker, einer neuen Landesverordnung sei Dank. Zwar gelten bei Inzidenzwerten von über 100 wie bisher die Regelungen der Bundesnotbremse. Fallen die Inzidenzwerte in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt “stabil” unter 100, erfolgen Öffnungsschritte in einem zweistufigen Verfahren: Die erste Stufe mit vorsichtigen Öffnungen gilt für Kreise und kreisfreie Städte mit Inzidenzwerten zwischen 100 und 50.

Schon in dieser Stufe heisst es: Übernachtungen sind “in Ferienwohnungen, in Wohnwagen und Wohnmobilen auf Campingplätzen sowie in sonstiger, eine Selbstversorgung ermöglichender Weise…mit bestätigtem, negativen Schnell- oder Selbsttest” jetzt wieder möglich – allerdings nur in Kommunen und Kreisen, die sieben Tage lang unter dem Wert von 100 liegen. In anderen muss die Entwicklung noch abgewartet werden. TopPlatz informiert per Eilmeldung/PushMail, welche Stellplätze in NRW wann an den Start gehen dürfen.

Vor allem in der ersten Stufe mit der Inzidenz zwischen 50 und 100 sind die Öffnungsschritte weiterhin an negative Testergebnisse geknüpft. Gäste müssen “bei der Inanspruchnahme des Angebotes” eine maximal 48 Stunden alte Testbestätigung in schriftlicher oder digitaler Form mit sich führen. NRW weicht in einem entscheidenden Schritt dabei von den Verordnungen anderer Länder ab: NRW akzeptiert auch Selbsttests, und auch bei einem längeren Aufenthalt auf einem Stellplatz müssen die Gäste keine weiteren Testergebnisse vorlegen. Andere Bundesländer verlangen das in einem 48- oder 72-Stunden-Rhythmus.

Die bekannten Regeln zum Mindestabstand und zu den Kontaktbeschränkungen gelten aber auch in diesem Bundesland. Ebenso die Pflicht für den Stellplatzbetreiber, die Meldedaten der Gäste (Name, Adresse und Telefonnummer) zu erheben und vier Wochen aufzuheben und so die Kontaktverfolgung zu ermöglichen.

Als einer der ersten TopPlätze öffnete der Stellplatz An den Solethermen in Bad Westernkotten seine Tore – im Landkreis Soest liegt am Sonntag, 16. Mai, die Inzidenz bei 40,1. Einen Überblick über die aktuellen Corona-Fallzahlen gibt das Covid-19-Dashboard der Robert-Koch-Institutes.

Einladend: Die neue Landesverordnung erlaubt auch den Betrieb von Gaststätten im Außenbereich und mit negativem Testergebnis für Gäste und Bedienung. In Stufe 2 dürfen dann auch die Innenräume für den Betrieb geöffnet werden.

Im Norden ganz vorne

Am Montag, den 17. Mai, öffnet sich Schleswig-Holstein landesweit wieder für den Tourismus – und für Gäste aus allen Bundesländern. Das hat die Landesregierung in Kiel vor dem Hintergrund der guten Erfahrungen in den vier Modellregionen (Schlei, Nordfriesland, innere Lübecker Bucht, Büsum) und der gesunkenen Inzidenzwerte für das gesamte Land zwischen den Meeren beschlossen.

Die vier Modellregionen, so fasste es Wirtschafts- und Tourismusminister Bernd Buchholz zusammen, hätten sehr gute “Vorarbeit” und eine “Blaupause” für ganz Schleswig-Holstein geliefert. Die vier Modellprojekte laufen aus, ab dem 17. Mai gelten wieder einheitliche Regeln für den Tourismus. Stellplätze, Campinganlagen oder Hotels dürfen unter Auflagen wieder öffnen:

Nicht geimpfte Gäste müssen bei der Anreise den Stellplatzbetreibern negative Corona-Tests vorlegen. Dieser Test sollte schon vor Reiseantritt erfolgt sein. Antigen-Schnelltests dürfen maximal 24 Stunden alt sein, pcr-Tests maximal 48 Stunden. Kinder unter sechs Jahren benötigen keinen Test. Während des Aufenthaltes müssen Gäste alle 72 Stunden ihrem Gastgeber weitere negative Tests vorlegen.

Vollständig geimpfte mit zwei Impfungen und mindestens 14 Tage Abstand zur zweiten Impfung sowie Genesene müssen keinen negativen Test vorlegen. Hier reicht der Impfnachweis durch Vorlage eines Impfausweises oder einer Impfbescheinigung bzw. der Genesenennachweis.

Auf Stellplätzen und Campingplätzen dürfen sanitäre Anlagen wieder geöffnet werden, allerdings ohne Saunen oder Whirlpools. Nach wie vor gilt, dass die Stellplatzbetreiber die Kontaktdaten ihrer Gäste erheben müssen, zum Beisiel durch die in Schleswig-Holstein weit verbreitete Luca-App. Natürlich gelten auch hier weiterhin die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, die Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht.

Bitte nicht vergessen: Auch diese Lockerungen beruhen auf einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100. Sollte die Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander wieder über 100 liegen, dann würde auch im ganz hohen Norden wieder die Bundesnotbremse.

Freitesten bei der Rückkehr

Seit dem 13. Mai gilt für die Rückreise von Reisenden aus einem ausländischen Urlaubsland nach Deutschland eine neue und bundeseinheitliche Corona-Einreiseverordnung, die vorerst bis zum 30. Juni 2021 gilt und das Reisen innerhalb Europas deutlich erleichtern soll – die generelle Quarantänepflicht wird damit nämlich aufgehoben.

Für genesene oder vollständig geimpfte Personen ist es am einfachsten: Für diese fällt bei der Einreise aus risikofreien Gebieten, Risikogebieten und Hochinzidenzgebieten die Quarantäne- und Testpflicht weg. Bei der Einreise nach Deutschland aus Virusvariantengebieten bleibt aber die 14-tägige Quarantänepflicht bestehen.

Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, können sich nach der neuen Einreiseverordnung der Bundesregierung freitesten, wenn sie aus einem Risikogebiet kommen. Dafür reicht ein Antigentest, den sie kurz vor der Rückreise in ihrem Urlaubsort gemacht haben und der nicht älter als 48 Stunden ist oder ein PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Damit entfällt die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise. Der Nachweis soll auch in der digitalen Einreiseanmeldung möglich sein. Eine Liste der Risikogebiete führt das Robert-Koch-Institut.

Brandenburg macht sich locker

Vor dem Hintergrund sinkender Infektionszahlen hat die Landesregierung von Brandenburg Lockerungen der Corona-Verordnung beschlossen, die auch den Tourismus betreffen: Ab dem 12. Mai sind in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 zumindest erst einmal Dauercamper willkommen, sofern ein langfristiger Miet- oder Pachtvertrag mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr vorliegt und eine eigene Sanitäranlage vorhanden ist. Der Betrieb und die Nutzung von gemeinschaftlichen Sanitäranlagen sind auf Campingplätzen weiterhin untersagt.

Vom 21. Mai an, also dem Freitag vor Pfingsten, treten Lockerungen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 in Kraft. Touristische Übernachtungen in Ferienwohnungen, Ferienhäusern, auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen sowie auf Charterbooten mit Übernachtungsmöglichkeit sind dann wieder erlaubt.

Es dürfen aber nur Gäste beherbergt werden, die keine Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion aufweisen und die vor Beginn der Beherbergung negativ auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus getestet sind. Gemeinschaftliche Sanitäranlagen bleiben geschlossen.

MV weiter im Knockdown

Mecklenburg-Vorpommern lässt sich gern Zeit: “Wenn die Welt untergeht”, so soll der damalige Reichskanzler Otto von Bismarck gesagt haben, “ziehe ich nach Mecklenburg, denn dort geschieht alles 50 Jahre später.” Ob er das wirklich gesagt hat oder auch nicht, lassen wir an dieser Stelle mal dahingestellt. Fakt ist aber, dass die ebenfalls aus dem tiefsten Preußen stammende Ministerpräsidentin Schwesig sich für Öffnungen im Tourismus sehr viel länger Zeit lässt als andere Bundesländer – obwohl die 7-Tage-Inzidenz etwa im Landkreis Vorpommern-Rügen deutlich unter 50 liegt…..

Sagen wir es mal deutlich: Die Beschlüsse des so genannten MV-Gipfels bleiben deutlich hinter dem zurück, was Schleswig-Holstein seinen Gästen und Gastgebern ermöglicht. Erst am 7. Juni öffnet die Ministerpräsidentin Schwesig den Übernachtungstourismus im Nordosten, zunächst aber nur für Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern. Rest-Deutsche dürfen ab dem 14. Juni ins Land.

Zu den Einreisebestimmungen sagt Schwesig: “Alle, die doppelt geimpft oder genesen sind, dürfen ohne Test einreisen.” Für alle anderen gelte bei der Einreise eine Testpflicht. Ob das die Gastgeber vornehmen sollen oder bis dahin noch Grenzkontrollen eingeführt werden sollen, das kam bei der Pressekonferenz nicht zur Sprache.

Das steht dann vielleicht in der Landesverordnung, doch die war – siehe oben – bei der Pressekonferenz noch nicht fertig.

Kontaktarmes Rheinland-Pfalz

Am 12. Mai geht es jetzt auch in dem schönen Weinland in Südwesten wieder los. Der dreistufige “Perspektivplan”, den die Ministerpräsidentin Malu Dreyer verkündet hat, wagt erste, noch vorsichtige Schritte zur Öffnung im Tourismus. Danach soll in Landkreisen und kreisfreien Städten, die fünf Tage in Folge eine Inzidenz von unter 100 aufweisen, mit Wirkung ab Mittwoch, 12. Mai 2021 – also pünktlich zu Christi Himmelfahrt – ein abgestuftes Konzept von Öffnungsstrategien greifen. Die Landesregierung will damit “kontaktarmen Urlaub” ermöglichen.

Das heisst konkret: Übernachtungen in Wohnmobilen und Wohnwagen sind auf einem Stellplatz oder Campinglatz ab dem 12. Mai wieder erlaubt – vorausgesetzt, die Fahrzeuge verfügen über eigene sanitäre Einrichtungen, sämtliche Gemeinschaftseinrichtungen bleiben geschlossen und ein Hygienekonzept ist vorhanden. Die bekannten AHA-Regeln sind natürlich zu beachten.

Die 20. Landesverordnung verpflichtet die Gastgeber zur Erfassung der Kontaktdaten sämtlicher Gäste. Aber: Stand heute verzichtet Rheinland-Pfalz als bisher einziges Bundesland auf eine generelle Testpflicht der Gäste von Stellplätzen oder Campingplätzen. Natürlich ist aber nicht ausgeschlossen, dass einzelne Gastgeber eine lokale Testpflicht einführen.

Bad Pyrmont

Das Staatsbad in Niedersachsen ist ganz vorne mit dabei: Am 10. Mai öffnet das Team der Bad Pyrmont Tourismus GmbH den TopPlatz In den Emmerauen wieder – aber nur für Menschen aus Niedersachsen. Nach den Bestimmungen der Landesregierung dürfen leider nicht alle vorhandenen Parzellen belegt werden – in Bad Pyrmont bliebt jeder zweite Standplatz frei.

Bitte beachten: Ihr attraktives PyrmontPlus-Programm können die Niedersachsen zurzeit nicht anbieten, weil Hufelandtherme und das Erlebnisbad Pyrmonter Welle noch geschlossen bleiben müssen. Dafür ist aber der berühmte Kurpark bereits geöffnet. Der Azaleenweg steht in voller Blüte, und auch der Palmengarten zeigt sich im Mai von seiner schönsten Seite. Mit Kurkarte ist er ohne weitere Barrieren zu genießen.

Reservierungen des Stellplatzes sind nicht möglich, weitere Einzelheiten stehen auf der Website des Staatsbades, eine aktualisierte Zusammenfassung der Landesverordnung steht auch bei TopPlatz.

Niedersachsen unter sich

Update 10. Mai 2021: Die Landesregierung von Niedersachsen hat die Proteste von Touristikern erhört und die neue Landesverordnung kurz vor ihrer Veranschiedung in einem entscheidenden Punkt geändert: Die Pflicht der Gäste zum täglichen Corona-Test wurde gestrichen, stattdessen eine Verpflichtung zum mindestens zwei Tests pro Woche eingeführt.

Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 können also unter bestimmten Auflagen Schulen, Einzelhandel, Gastronomie und touristische Betriebe wieder öffnen. Die Schließungen in Hochinzidenzkommunen mit einem Wert von über 100 bleiben davon unberührt.

Von jetzt an sind touristische Übernachtungen in Regionen mit niedriger Inzidenz also wieder möglich, im ersten Schritt allerdings nur für Menschen aus Niedersachsen: Außer Hotels, Jugendherbergen dürfen dann auch Campingplätze wieder öffnen, und zwar mit einer Kapazität von 60 Prozent. Außerdem müssen die Gäste sich mindestens zwei Mal pro Woche testen lassen. Das Ergebnis der Testung ist gegenüber den Betreibern eines Beherbergungsbetriebes nachzuweisen. Natürlich gilt auch weiterhin Abstand halten und Tragen einer Mund-Nasen- Bedeckung

Wie die TopPlätze in Niedersachsen auf die Lockerungen reagieren und welche konkreten Maßnahmen dann vor Ort gelten werden, wird TopPlatz in den nächsten Tagen berichten, im Web sowie natürlich über Eilmeldungen aus der TopPlatz-App heraus.