Geldern, Goch & Straelen

Immer dem Knoten nach

Die grossen Ferien in den ersten Bundesländern sind vorbei, da richtet sich der Blick vieler Reisemobilfahrer ganz automatisch auf noch nicht so geläufige Freizeitangebote vor der Haustür, gern auch abseits der touristischen Brennpunkte. Der flache, ruhige aber stellplatzreiche Niederrhein wäre eine solche Region, die überdies etwas besitzt, was in anderen Landesteilen weiter im Osten noch nicht so verbereitet ist: Wie wäre es denn einmal mit dem Radeln nach Zahlen?

Dieses Radwegesystem der etwas anderen Art heisst offiziell “Knotenpunktsystem” und kommt ursprünglich aus den Niederlanden und Belgien, zwei ausgewiesenen Radsportnationen also. Es findet jetzt aber auch immer mehr Anhänger in Deutschland, zunächst natürlich einmal in den grenznahen Regionen wie dem Niederrhein.

Und so funktioniert es: Das Radwegenetz ist einheitlich beschildert, alle Kreuzungen (die Knotenpunkte also) sind durchnummeriert. Unter den Wegweisern werden jeweils Richtung und Nummer der nächstgelegenen Knotenpunkte angezeigt. Damit ist klar: Radler müssen sich statt Ortsnamen nur die Nummern der Knotenpunkte der geplanten Strecke merken.

Es genügt ein kleiner Zettel, oder man schreibt die Zahlen auf den Handrücken. Teure Technik braucht es nicht, und der individuellen Routenplanung steht auch nichts mehr im Wege – die Ära der starren Routen geht damit zu Ende.

Wer es ausprobieren mag: Mit den TopPlätzen in Geldern-Walbeck, am Freizeitbad Wasserstraelen in Straelen sowie auf dem Friedensplatz in Goch gibt es gleich drei Stellplätze in der Region, die sich wunderbar als Startpunkt eignen.