De Westereen: Vom Camper ins Boot

DeWestereen Schaluppe

Weite Landschaften, unzählige Wasserwege, charmante Dörfer und ein hervorragend ausgebautes Stellplatznetz machen die niederländische Provinz Friesland zu einem Paradies für Aktivurlauber. Und das nicht nur ganz klassisch mit dem Fahrrad, sondern auch mit einem gemieteten Motorboot.

Nur logisch also, dass viele Gäste den Camperpark Kuikhorne als Ausgangspunkt für ausgedehnte Fahrradtouren nutzen. Der TopPlatz liegt in einer Marina. Genauer gesagt im Jachthaven Kuikhorne in der Ortschaft De Westereeen. Direkt vom Stellplatz aus führen idyllische Wege durch die Landschaft der „Friese Wouden“ mit ihren Wallhecken, Knicks und Gehölzen; vorbei an Kanälen, Wiesen und historischen Orten. Doch so reizvoll das Radfahren auch ist, ein echter Geheimtipp toppt es noch.

Im Yachthafen Kuikhorne können Gäste nämlich eine Miet-Schaluppe übernehmen und Friesland so erleben, wie es eigentlich gedacht ist: vom Wasser aus. Die gemütlichen Boote lassen sich nach einer Einweisung durch die Stellplatz-EIgner Hans und Jittie auch ohne Bootsführerschein steuern und gelangen durch das weit verzweigte friesische Wasserwegenetz bis in die alte Stadt Dokkum.

Schon die gut zweistündige Fahrt dorthin ist ein Erlebnis. Fast lautlos gleitet die Schaluppe durch die grüne Landschaft, vorbei an Schilfgürteln, unter kleinen Brücken hindurch und an gepflegten Gärten vorbei. Das Ziel der Reise, Dokkum, ist eine der berühmten elf friesischen Städte. Besonders reizvoll: Mit dem Boot kann man direkt im historischen Zentrum festmachen und die Stadt zu Fuß erkunden.

Anlegen im Herzen des historische Dokkum

Dokkum gehört zu den schönsten Kleinstädten der Niederlande. Historische Grachten durchziehen die Altstadt. Liebevoll restaurierte Kaufmannshäuser spiegeln sich im Wasser, kleine Cafés laden zum Verweilen ein, und hinter fast jeder Ecke wartet ein neues Fotomotiv. Die gut erhaltenen Festungsanlagen mit ihren Bastionen und Wallanlagen verleihen der Stadt ihren besonderen Charakter.

Weltbekannt wurde Dokkum allerdings durch ein Ereignis, das mehr als 1.250 Jahre zurückliegt. Hier wurde im Jahr 754 der Missionar Bonifatius auf seiner Missionsreise getötet. Der „Apostel der Deutschen“ zählt zu den bedeutendsten Gestalten der europäischen Kirchengeschichte und machte Dokkum zu einem wichtigen Wallfahrtsort.

Besonders eindrucksvoll ist der Bonifatiuspark am Stadtrand. Dort erinnert die Bonifatiuskapelle an den Heiligen, während der berühmte Bonifatiusbrunnen an der Stelle entspringen soll, an der nach der Überlieferung unmittelbar nach seinem Tod eine Quelle entstand. Die Anlage zählt zu den wichtigsten religiösen Denkmälern der Niederlande und strahlt eine bemerkenswerte Ruhe aus. Auch die neugotische Bonifatiuskirche prägt das Stadtbild. Sie beherbergt eine Reliquie des Heiligen und zieht Besucher aus vielen Ländern an.

Nach einem Bummel durch die Altstadt, einem Snack in den vielen Cafés geht es entspannt zurück zur Schaluppe. Auf dem Rückweg zeigt sich Friesland noch einmal von seiner schönsten Seite: ruhig, wasserreich und wunderbar entschleunigt. Massentourismus ist hier noch ein Fremdwort.

Dazu passt eins: Angst vor einem vollen Stellplatz muss niemand haben. Jittie und Hans reagieren flexibel und finden selbst an den langen Reise-Wochenenden und in der Hochsaison eine Lösung: Tel: +31 (0) 5 11/47 27 75, oder im Web: www.jachthavenkuikhorne.nl.