Bandholm: Wo die Ostsee ihre Ruhe hat

Bandholm Stellplatz Angler

Wer im Sommer die Ostsee ohne Menschenmassen genießen möchte, sollte den Blick auf die dänische Insel Lolland richten – eine Insel, die mit viel Ruhe und Natur aufwartet sowie zum inselspringen einlädt. Idealer Ausgangspunkt für die Entdeckungsreise ist der TopPlatz Bandholm.

Schon bei der Ankunft auf dem Bandholm Strand Stellplatz wird deutlich, weshalb dieser TopPlatz eine stetig wachsende Fan-Gemeinde hat: Nur wenige Meter trennen die Nasen der Wohnmobile vom Wasser. Die erste Reihe blickt direkt auf das Smålandsfahrwasser und die vorgelagerten Inseln. Wer morgens die Fahrzeugtür öffnet, wird vom Rauschen der Ostsee und einer frischen Brise begrüßt – näher am Meer kann man mit dem Wohnmobil kaum stehen. Buchen kann man diese Lage auch.

Das Zentrum des kleinen Hafenstädtchen Bandholm ist bequem zu Fuß erreichbar. Im Zentrum des Ortes steht das traditionsreiche Bandholm Badehotel, das für seine exzellente Gastronomie bekannt ist. Direkt am Hafen befindet sich zudem die historische Badeanstalt. Dänemarks älteste Badeanstalt stammt aus dem Jahr 1870, die mit zwei Stegen und einer Wasserrutsche ausgestattet ist.

Ruhige Insel ohne Massentourismus

Doch Bandholm ist weit mehr als nur ein schöner Übernachtungsplatz auf der Weiterfahrt auf der Vogelfluglinie nach Kopenhagen oder Schweden. Von hier aus erschließt sich eine Insel, die ihren ursprünglichen Charakter bewahren konnte. Lolland verzichtet auf große Touristenzentren und setzt stattdessen auf Landwirtschaft, kilometerlange Küsten, kleine Hafenorte – und über allem liegt eine wohltuende Gelassenheit.

Nur wenige Kilometer vom Stellplatz entfernt wartet mit dem Knuthenborg Safaripark die wohl bekannteste Attraktion der Insel. Er gilt als größter Safaripark Nordeuropas. Löwen, Giraffen, Nashörner, Bisons oder Wölfe leben hier in weitläufigen Anlagen, die mit dem eigenen Fahrzeug durchfahren werden können. Eine Viertelstündchen entfernt liegt Maribo, die heimliche Hauptstadt Lollands.

Mittelpunkt ist der eindrucksvolle Dom aus dem 15. Jahrhundert. Rund um die Stadt erstreckt sich der Naturpark Maribosøerne mit seinen großen Seen, Wanderwegen und zahlreichen Möglichkeiten zum Kanufahren oder Radfahren. Wer Ruhe sucht, wird sie auch hier finden.

Zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Dänemarks gehört der Dodekalitten. Zwölf monumentale Steinskulpturen, die 7 bis 9 Meter hoch und 25 bis 45 Tonnen schwer sind, blicken von einem Hügel über die Landschaft hinweg Richtung Meer. Die oberen Teile der Steine sind als menschliche Köpfe gestaltet, die alle zur Mitte eines Kreises mit etwa 40 Metern Durchmesser blicken.

Begleitet wird die Installation von einer eigens komponierten Klanginstallation. Besonders in den Abendstunden entsteht hier eine fast mystische Atmosphäre. Während viele Ostseebäder im Sommer aus allen Nähten platzen, findet man auf Lolland noch zahlreiche naturbelassene Sandstrände. Ob Hummingen, Albuen oder kleinere Badebuchten entlang der Küste – hier bleibt genügend Platz für einen entspannten Strandtag. Das flache Wasser eignet sich gut für Familien und Wassersportler.

Inselspringen mit Fähre und Fahrrad

Gut 20 Kilometer vom TopPlatz entfernt liegt Kragenæs. Von hier aus verkehren Fähren zur idyllischen Insel Askø. Die Überfahrt dauert gerade mal 40 Minuten. Die Insel der Apfelgärten ist gerade mal drei Kilometer lang und vielleicht zwei Kilometer breit. Angeblich sollen 36 Menschen hier leben. Kleine Höfe, reetgedeckte Häuser und nahezu autofreie Straßen vermitteln das Gefühl, die Zeit sei stehen geblieben. Absolute Ruhe, unberührte Naturidylle und ihre traditionsreichen Obstplantagen prägen auch die Nachbarinsel Lilleø. Askø ist über einen etwa 700 Meter langen Damm mit der noch etwas kleineren Nachbarinsel verbunden – das Fahrrad lädt also zum Inselspringen ein.

Von Krageneas aus könnte die Fahrt auch nach Fejø gehen, einem weiteren Inselchen in der dänischen Smalandsee. Diese Schiffstour dauert nur ein Viertelstündchen. Gemeinsam mit der Schwesterinsel Femø gehört auch dieses Eiland zum Apfeölgarten Däenmarks – mitten in der dänischen Smålandsee, einem malerisches, geschütztes Gewässer zwischen der Hauptinsel Seeland im Norden sowie den Inseln Lolland, Falster und Møn im Süden.