Korbach

Goldfieber in Hessens einziger Hansestadt

Die beste Bildung findet ein gescheiter Mann auf Reisen, reimte der Dichterfürst Goethe einst, und trifft damit auch heute noch den berühmten Nagel auf den Kopf – wie man nicht zuletzt bei einem Abstecher nach Korbach im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg merkt.

Denn wer außer den Einheimischen und Lokalpatrioten wüsste schon, das Korbach die einzige Hansestadt in Hessen ist? Und überhaupt eine der am weitesten im Süden gelegene Hansestadt überhaupt ist? Die Korbacher Kaufleute handelten einst mit Tuchen, Fellen und Bier, auch mit Metallen aus der näheren Umgebung. Apropos Metall: Wer hätte schon einmal davon gehört, das hier, am Eisenberg, vor vielen Jahrhunderten so etwas wie Goldfieber geherrscht haben muss?

Deutschlands reichste Goldlagerstätte liegt vor den Toren der Stadt. Diese Lagerstätten wurden vom elften Jahrhundert bis etwa 1617 bergbaulich ausgebeutet. In dieser Ära legte man einen 900 Meter langen, bis zwölf Meter breiten und neun Meter tiefen Tagebau an und fuhr nachweislich mehr als 48 Stollen und 45 Schächte auf. Vor allem im Ortsteil Goldhausen (sic!) haben sich Spuren dieser Zeit erhalten, allen voran das Besucher-Bergwerk oder die “Goldspur Eisenberg”.

Zwei Rundwege führen zu den spannendsten Stellen, wo einst Abenteurer nach Gold-, Eisen- und Kupfererz geschürft haben. Suchende von heute werden am Rand der Korbacher Innenstadt fündig: Der Wohnmobilhafen Korbach erweist sich mit seinen 18 Parzellen als überschaubar großer, dafür aber ungewöhnlich gut ausgestatteter Stellplatz, der nicht nur mit der Nähe zur malerischen Altstadt glänzt, sondern auch mit einigen netten Aufmerksamkeiten: Stellplatzgäste können das Freibad Korbach während der Saison kostenlos nutzen, und sie erhalten auf den jeweiligen Eintritt zum Goldbad Korbach zehn Prozent Rabatt.