Im Norden ganz vorne

Am Montag, den 17. Mai, öffnet sich Schleswig-Holstein landesweit wieder für den Tourismus – und für Gäste aus allen Bundesländern. Das hat die Landesregierung in Kiel vor dem Hintergrund der guten Erfahrungen in den vier Modellregionen (Schlei, Nordfriesland, innere Lübecker Bucht, Büsum) und der gesunkenen Inzidenzwerte für das gesamte Land zwischen den Meeren beschlossen.

Die vier Modellregionen, so fasste es Wirtschafts- und Tourismusminister Bernd Buchholz zusammen, hätten sehr gute “Vorarbeit” und eine “Blaupause” für ganz Schleswig-Holstein geliefert. Die vier Modellprojekte laufen aus, ab dem 17. Mai gelten wieder einheitliche Regeln für den Tourismus. Stellplätze, Campinganlagen oder Hotels dürfen unter Auflagen wieder öffnen:

Nicht geimpfte Gäste müssen bei der Anreise den Stellplatzbetreibern negative Corona-Tests vorlegen. Dieser Test sollte schon vor Reiseantritt erfolgt sein. Antigen-Schnelltests dürfen maximal 24 Stunden alt sein, pcr-Tests maximal 48 Stunden. Kinder unter sechs Jahren benötigen keinen Test. Während des Aufenthaltes müssen Gäste alle 72 Stunden ihrem Gastgeber weitere negative Tests vorlegen.

Vollständig geimpfte mit zwei Impfungen und mindestens 14 Tage Abstand zur zweiten Impfung sowie Genesene müssen keinen negativen Test vorlegen. Hier reicht der Impfnachweis durch Vorlage eines Impfausweises oder einer Impfbescheinigung bzw. der Genesenennachweis.

Auf Stellplätzen und Campingplätzen dürfen sanitäre Anlagen wieder geöffnet werden, allerdings ohne Saunen oder Whirlpools. Nach wie vor gilt, dass die Stellplatzbetreiber die Kontaktdaten ihrer Gäste erheben müssen, zum Beisiel durch die in Schleswig-Holstein weit verbreitete Luca-App. Natürlich gelten auch hier weiterhin die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, die Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht.

Bitte nicht vergessen: Auch diese Lockerungen beruhen auf einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100. Sollte die Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander wieder über 100 liegen, dann würde auch im ganz hohen Norden wieder die Bundesnotbremse.