Dänemark macht sich locker

Wohnmobilstellplatz Ribe 2021

Während in Deutschland einmal mehr an neuen Corona-Verordnungen gebastelt wird, geht das kleine Königreich im Norden einen ganz anderen Weg. Viele Bestimmungen wurden schon beziehungsweise werden in Kürze aufgehoben, das gesellschaftliche Leben liberalisiert sich mehr und mehr. So wurde die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln bereits am 14. August aufgehoben, außerhalb von Bus und Bahn gilt die Maskenpflicht schon länger nicht mehr.

Ab dem 1. September wird der Corona-Pass in Restaurants oder Fitnessstudios nicht mehr benötigt. Bars, Restaurants und Cafés sind ohnehin schon den Sommer über ganz normal geöffnet. Nur wenn an drinnen sitzen möchte, muss der Corona-Pass oder ein negativer Test gezeigt werden. Aber: Ab dem 1. Oktober ist auch der Corona-Pass nicht mehr erforderlich. Einen guten Überblick über die Regeln gibt die Website der dänischen Tourismusorganisation.

Für die Einreise von Deutschland nach Dänemark müssen Reisende lediglich einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder Genesung nachweisen. Eine Quarantänepflicht besteht nicht mehr. Das Erfordernis eines triftigen Grundes für die Einreise ist ebenfalls entfallen. Der Testnachweis darf maximal 48 Stunden (bei Antigen-Tests) oder 72 Stunden (PCR) zurückliegen. Die Testpflicht gilt allerdings nicht für vollständig Geimpfte und Genesene. Als Impfnachweis wird auch der deutsche digitale Impfnachweis durch die CovPass-App akzeptiert.

Dänemark wird von den deutschen Behörden nicht mehr als Risikogebiet eingestuft, daher gibt es bei der Rückreise nach Deutschland auch keine Pflicht zur digitalen Einreiseanmeldung.

Baden-Württemberg: Verordnung in Kraft

Es kam wie es wohl kommen musste: Der Beschluss der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz war kam ausgedruckt, da geschah das, was die Corona-Politik in Deutschland seit rund 18 Monaten “auszeichnet”. Das erste Bundesland, diesmal war es Baden-Württemberg, scherte aus und machte sein “eigenes Ding”. Seit Montag, 16. August, gilt im Südwest-Land eine neue Landesverordnung.

In Baden-Württemberg entfallen die bisherigen vier Inzidenzstufen, man folgt dem Beschuss der Ministerpräsidentenkonferenz in diesem Punkt also ausdrücklich nicht. Und: Für vollständig geimpfte und genesene Personen entfallen die allermeisten Beschränkungen. Umgekehrt bedeutet das: Nicht geimpfte Personen müssen in Baden-Württemberg in praktisch allen relevanten Bereichen der Testpflicht nachkommen. Dazu ist in der Regel ein maximal 24 Stunden alter Antigen-Schnelltest vorzulegen, in einigen Bereichen ein maximal 48 Stunden alter PCR-Test – und das gilt ausdrücklich auch für den Tourismus.

Wörtlich heisst es: „In Beherbergungsbetrieben wie Hotels aller Art, Gasthäuser, Pensionen, Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Ferienparks, Sharing-Unterkünften wie etwa airbnb-Angebote, (Dauer-)Campingplätze und kostenpflichtige Wohnmobil-Stellplätze, ist ein Test bei Anreise und dann alle drei Tage während des Aufenthalts erforderlich.“ Die Maßnahmen der Landesregierung von Baden-Württemberg gegen die Ausbreitung des Corons-Virus stehen natürlich im Web.

MPK-Beschluss: Ungeimpfte unter Druck

Die Ministerpräsidentenkonferenz vom 11. August 2021 bringt vor allem für Ungeimpft einige Neuerungen – Reisen dürfte für sie teurer und auch deutlich unangenehmer werden. Bei der Konferenz hat man sich im Tourismus auf folgende Maßnahmen geeinigt, die dann allerdings noch durch die Landesregierungen in neue Landesverordnungen umgesetzt werden müssen.

Vom 23. August 2021 an sind an negative Coronatests Voraussetzung für die Beherbergung in Hotellerie und Ferienunterkünften. Reisemobil-Stellplätze/Campingplätze wurden in dem Beschluss zwar nicht expressis verbis genannt, galten aber in früheren Landesverordnungen auch als Beherbergungsbetrieb…..Gehen wir also mal davon aus, dass dies auch in den jetzt folgenden Landesverordnungen der Bundesländer der Fall sein wird.

2. Negative Coronatests müssen bei der Anreise vorgelegt und zweimal pro Woche während des Aufenthalts erfolgen. Auch der Zugang zur Innengastronomie sowie zu Veranstaltungen und Festen ist daran gebunden; ebenso wie Sport im Innenbereich. Antigen-Schnelltests dürfen dabei nicht älter ist als 24 Stunden, PCR-Tests nicht älter als 48 Stunden sein.

3. Ausgesetzt werden diese Regeln ganz oder teilweise, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt oder das Indikatorensystem eines Landes (das weitere Faktoren einbezieht, wie zum Beispiel Hospitalisierung) ein vergleichbar niedriges Infektionsgeschehen widerspiegelt, und wenn ein Anstieg der Infektionszahlen durch die Aussetzung der Regelungen nicht zu erwarten ist.

4. Ab dem 11.Oktober werden Corona-Tests kostenpflichtig, ausgenommen sind Schwangere, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Zwei Bundesländer, Baden-Württemberg und Niedersachsen, haben bereits Landesverordnungen mit eigenen Ansätzen vorgestellt beziehungsweise angekündigt.

Wohnmobilstellplatz Ribe 2021

Dänemark: Einreise jetzt ohne Quarantäne

Wohnmobilstellplatz Ribe 2021

Dänemark öffnet sich zwar langsam, aber immerhin. Größter Fortschritt: Die Quarantänepflicht bei der Einreise nach Dänemark entfällt für deutsche Staatsbürger seit wenigen Tagen, diese müssen bei der Einreise nur noch einen negativen, maximal 48 Stunden alten Corona-Test vorweisen. Zudem müssen Touristen spätestens 24 Stunden nach der Einreise erneut einen Corona-Test durchführen lassen.

Dänemark nimmt eine nach Ländern und Regionen differenzierte Risikobewertung in die drei Kategorien „gelb“, „orange“ und „rot“ vor, welche wöchentlich aktualisiert wird. Seit dem 5. Juni um 16 Uhr fällt Deutschland in die Kategorie “gelb”, dass heisst im Klartext: Ausländer mit Wohnsitz in „gelb“ oder „orange“ eingestuften EU- und Schengenländern dürfen ohne Nachweis eines wichtigen Grundes nach Dänemark einreisen, dem touristischen Aufenthalt auf einem der dänischen TopPlätze steht also nichts mehr im Wege.

In dieser Saison stehen zwei neue Wohnmobil-Stellplätze zur Auswahl: Der Autocamper Park am neuen Kreuzfahrtterminal im Nordhafen der Hauptstadt Kopenhagen. Dieser ist bereits seit einigen Wochen nutzbar ist, am Freitag, 11. Juni, aber dann auch offiziell eröffnet wird. Und der jüngste Zugang im Netzwerk von TopPlatz: der Stellplatz am Restaurant Kammerslusen vor den Toren von Ribe in Südjütland. Um ganz genau zu sein: Der Stellplatz befindet sich genau dort, wo das Flüsschen Ribe Å in die Nordsee mündet, mit Blick auf die Kammerschleuse und neben dem gleichnamigen Restaurant “Kammerslusen”.

Vom Erfordernis der Test- und Quarantänepflicht sind vollständig geimpfte Personen mit Wohnsitz in EU- und Schengenländern befreit, sofern das Land nicht in die “rote” Kategorie fällt. Voraussetzung ist, dass die Impfung mit einem durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoff erfolgt ist und die letzte Impfdosis mehr als zwei Wochen, aber höchstens 180 Tage vor Reisebeginn in einem EU oder Schengenland verabreicht wurde. Der Impfnachweis muss Angaben zum Namen, Geburtsdatum, Art des Impfstoffes, Impfstatus und Impfdatum (1. und 2. Impfung, sofern Zweitimpfung erforderlich) enthalten.

Die Einreise über die deutsch-dänische Landgrenze ist an allen Grenzübergängen möglich; es erfolgen Stichprobenkontrollen bei der Einreise nach Dänemark.

Lehrstunde für Landesregierung

Was für eine Klatsche: Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat am Dienstagnachmittag per Eilbeschluss die Regelung der Landesverordnung außer Kraft gesetzt, nach der nur Menschen mit Wohnsitz in Niedersachsen Hotels, Ferienunterkünfte, Stellplätze und Campinganlagen des Bundeslandes nutzen dürfen. Ab sofort können damit Touristen von überall her sich für einen Urlaub in Niedersachsen einquartieren .Das Urteil ist rechtskräftig und nicht anfechtbar, meldet der Branchendienst “Reisevor9”.

Die Begründung des Gerichtes ist eine einzige Ohrfeige für die Landesregierung von Ministerpräsident Weil. In der Begründung heißt es nämlich, das bloße Verbot der Beherbergung von auswärtigen Besuchern trage nur wenig zur Eindämmung des Infektionsgeschehens bei, da Tagestouristen trotzdem nach Niedersachsen kommen könnten, ohne einer Testpflicht zu unterliegen.

Es sei zweifelhaft, ob die „Landeskinder”-Regelung“ angesichts des beschränkten Nutzens erforderlich sei, erklärte das Gericht weiter. Es gebe keine verlässlichen Daten, welche Zahl von infizierten Personen auf Reisen innerhalb des Bundesgebiets zurückzuführen seien. Durch die ohnehin bereits in der Verordnung vorgesehene Begrenzung auf 60 Prozent der Kapazität bei Hotels, Stellplätzen und ähnlichen Einrichtungen sei gewährleistet, dass es in den Unterkünften und an den Urlaubsorten nicht zu einem Aufkommen an Urlaubern komme, das die Wahrung der Mindestabstände unmöglich mache.

Hinzu komme, dass die beherbergten Personen bei Beginn der Nutzung einen negativen Corona-Test sowie darüber hinaus mindestens zwei Tests pro Woche durchzuführen und dies dem Vermieter oder Betreiber nachzuweisen hätten. Dies stelle ein milderes, aber nahezu gleich effektives Mittel dar. Das Verbot sei auch deshalb unangemessen, da eine Abwägung insbesondere der Interessen der Betreiber von Beherbergungsbetrieben mit den zu erwartenden geringen Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen ergebe, dass die Einschränkungen der Berufsausübungsfreiheit in keinem angemessenen Verhältnis zu dem Nutzen stünden. Dies gelte erst recht, nachdem das Beherbergungsverbot auch für Geimpfte und Genesene greife.

Geklagt hatte ein Urlauber aus Nordrhein-Westfalen, der ab dem 22. Mai einen Urlaubsaufenthalt in einer Ferienwohnung auf Borkum gebucht hatte. Das Übernachtungs- und Vermietungsverbot sei keine notwendige Infektionsschutzmaßnahme und stelle eine Ungleichbehandlung dar, hatte er argumentiert und damit nun Recht bekommen.

Nordrhein-Westfalen gibt Gas

Seit dem 15. Mai macht sich Nordrhein-Westfalen locker, einer neuen Landesverordnung sei Dank. Zwar gelten bei Inzidenzwerten von über 100 wie bisher die Regelungen der Bundesnotbremse. Fallen die Inzidenzwerte in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt “stabil” unter 100, erfolgen Öffnungsschritte in einem zweistufigen Verfahren: Die erste Stufe mit vorsichtigen Öffnungen gilt für Kreise und kreisfreie Städte mit Inzidenzwerten zwischen 100 und 50.

Schon in dieser Stufe heisst es: Übernachtungen sind “in Ferienwohnungen, in Wohnwagen und Wohnmobilen auf Campingplätzen sowie in sonstiger, eine Selbstversorgung ermöglichender Weise…mit bestätigtem, negativen Schnell- oder Selbsttest” jetzt wieder möglich – allerdings nur in Kommunen und Kreisen, die sieben Tage lang unter dem Wert von 100 liegen. In anderen muss die Entwicklung noch abgewartet werden. TopPlatz informiert per Eilmeldung/PushMail, welche Stellplätze in NRW wann an den Start gehen dürfen.

Vor allem in der ersten Stufe mit der Inzidenz zwischen 50 und 100 sind die Öffnungsschritte weiterhin an negative Testergebnisse geknüpft. Gäste müssen “bei der Inanspruchnahme des Angebotes” eine maximal 48 Stunden alte Testbestätigung in schriftlicher oder digitaler Form mit sich führen. NRW weicht in einem entscheidenden Schritt dabei von den Verordnungen anderer Länder ab: NRW akzeptiert auch Selbsttests, und auch bei einem längeren Aufenthalt auf einem Stellplatz müssen die Gäste keine weiteren Testergebnisse vorlegen. Andere Bundesländer verlangen das in einem 48- oder 72-Stunden-Rhythmus.

Die bekannten Regeln zum Mindestabstand und zu den Kontaktbeschränkungen gelten aber auch in diesem Bundesland. Ebenso die Pflicht für den Stellplatzbetreiber, die Meldedaten der Gäste (Name, Adresse und Telefonnummer) zu erheben und vier Wochen aufzuheben und so die Kontaktverfolgung zu ermöglichen.

Als einer der ersten TopPlätze öffnete der Stellplatz An den Solethermen in Bad Westernkotten seine Tore – im Landkreis Soest liegt am Sonntag, 16. Mai, die Inzidenz bei 40,1. Einen Überblick über die aktuellen Corona-Fallzahlen gibt das Covid-19-Dashboard der Robert-Koch-Institutes.

Einladend: Die neue Landesverordnung erlaubt auch den Betrieb von Gaststätten im Außenbereich und mit negativem Testergebnis für Gäste und Bedienung. In Stufe 2 dürfen dann auch die Innenräume für den Betrieb geöffnet werden.

Im Norden ganz vorne

Am Montag, den 17. Mai, öffnet sich Schleswig-Holstein landesweit wieder für den Tourismus – und für Gäste aus allen Bundesländern. Das hat die Landesregierung in Kiel vor dem Hintergrund der guten Erfahrungen in den vier Modellregionen (Schlei, Nordfriesland, innere Lübecker Bucht, Büsum) und der gesunkenen Inzidenzwerte für das gesamte Land zwischen den Meeren beschlossen.

Die vier Modellregionen, so fasste es Wirtschafts- und Tourismusminister Bernd Buchholz zusammen, hätten sehr gute “Vorarbeit” und eine “Blaupause” für ganz Schleswig-Holstein geliefert. Die vier Modellprojekte laufen aus, ab dem 17. Mai gelten wieder einheitliche Regeln für den Tourismus. Stellplätze, Campinganlagen oder Hotels dürfen unter Auflagen wieder öffnen:

Nicht geimpfte Gäste müssen bei der Anreise den Stellplatzbetreibern negative Corona-Tests vorlegen. Dieser Test sollte schon vor Reiseantritt erfolgt sein. Antigen-Schnelltests dürfen maximal 24 Stunden alt sein, pcr-Tests maximal 48 Stunden. Kinder unter sechs Jahren benötigen keinen Test. Während des Aufenthaltes müssen Gäste alle 72 Stunden ihrem Gastgeber weitere negative Tests vorlegen.

Vollständig geimpfte mit zwei Impfungen und mindestens 14 Tage Abstand zur zweiten Impfung sowie Genesene müssen keinen negativen Test vorlegen. Hier reicht der Impfnachweis durch Vorlage eines Impfausweises oder einer Impfbescheinigung bzw. der Genesenennachweis.

Auf Stellplätzen und Campingplätzen dürfen sanitäre Anlagen wieder geöffnet werden, allerdings ohne Saunen oder Whirlpools. Nach wie vor gilt, dass die Stellplatzbetreiber die Kontaktdaten ihrer Gäste erheben müssen, zum Beisiel durch die in Schleswig-Holstein weit verbreitete Luca-App. Natürlich gelten auch hier weiterhin die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, die Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht.

Bitte nicht vergessen: Auch diese Lockerungen beruhen auf einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100. Sollte die Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander wieder über 100 liegen, dann würde auch im ganz hohen Norden wieder die Bundesnotbremse.

Freitesten bei der Rückkehr

Seit dem 13. Mai gilt für die Rückreise von Reisenden aus einem ausländischen Urlaubsland nach Deutschland eine neue und bundeseinheitliche Corona-Einreiseverordnung, die vorerst bis zum 30. Juni 2021 gilt und das Reisen innerhalb Europas deutlich erleichtern soll – die generelle Quarantänepflicht wird damit nämlich aufgehoben.

Für genesene oder vollständig geimpfte Personen ist es am einfachsten: Für diese fällt bei der Einreise aus risikofreien Gebieten, Risikogebieten und Hochinzidenzgebieten die Quarantäne- und Testpflicht weg. Bei der Einreise nach Deutschland aus Virusvariantengebieten bleibt aber die 14-tägige Quarantänepflicht bestehen.

Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, können sich nach der neuen Einreiseverordnung der Bundesregierung freitesten, wenn sie aus einem Risikogebiet kommen. Dafür reicht ein Antigentest, den sie kurz vor der Rückreise in ihrem Urlaubsort gemacht haben und der nicht älter als 48 Stunden ist oder ein PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Damit entfällt die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise. Der Nachweis soll auch in der digitalen Einreiseanmeldung möglich sein. Eine Liste der Risikogebiete führt das Robert-Koch-Institut.

Brandenburg macht sich locker

Vor dem Hintergrund sinkender Infektionszahlen hat die Landesregierung von Brandenburg Lockerungen der Corona-Verordnung beschlossen, die auch den Tourismus betreffen: Ab dem 12. Mai sind in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 zumindest erst einmal Dauercamper willkommen, sofern ein langfristiger Miet- oder Pachtvertrag mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr vorliegt und eine eigene Sanitäranlage vorhanden ist. Der Betrieb und die Nutzung von gemeinschaftlichen Sanitäranlagen sind auf Campingplätzen weiterhin untersagt.

Vom 21. Mai an, also dem Freitag vor Pfingsten, treten Lockerungen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 in Kraft. Touristische Übernachtungen in Ferienwohnungen, Ferienhäusern, auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen sowie auf Charterbooten mit Übernachtungsmöglichkeit sind dann wieder erlaubt.

Es dürfen aber nur Gäste beherbergt werden, die keine Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion aufweisen und die vor Beginn der Beherbergung negativ auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus getestet sind. Gemeinschaftliche Sanitäranlagen bleiben geschlossen.

Kontaktarmes Rheinland-Pfalz

Am 12. Mai geht es jetzt auch in dem schönen Weinland in Südwesten wieder los. Der dreistufige “Perspektivplan”, den die Ministerpräsidentin Malu Dreyer verkündet hat, wagt erste, noch vorsichtige Schritte zur Öffnung im Tourismus. Danach soll in Landkreisen und kreisfreien Städten, die fünf Tage in Folge eine Inzidenz von unter 100 aufweisen, mit Wirkung ab Mittwoch, 12. Mai 2021 – also pünktlich zu Christi Himmelfahrt – ein abgestuftes Konzept von Öffnungsstrategien greifen. Die Landesregierung will damit “kontaktarmen Urlaub” ermöglichen.

Das heisst konkret: Übernachtungen in Wohnmobilen und Wohnwagen sind auf einem Stellplatz oder Campinglatz ab dem 12. Mai wieder erlaubt – vorausgesetzt, die Fahrzeuge verfügen über eigene sanitäre Einrichtungen, sämtliche Gemeinschaftseinrichtungen bleiben geschlossen und ein Hygienekonzept ist vorhanden. Die bekannten AHA-Regeln sind natürlich zu beachten.

Die 20. Landesverordnung verpflichtet die Gastgeber zur Erfassung der Kontaktdaten sämtlicher Gäste. Aber: Stand heute verzichtet Rheinland-Pfalz als bisher einziges Bundesland auf eine generelle Testpflicht der Gäste von Stellplätzen oder Campingplätzen. Natürlich ist aber nicht ausgeschlossen, dass einzelne Gastgeber eine lokale Testpflicht einführen.