Bad Salzungen

Historisches Ensemble: Mittelbau mit zwei Gradierwerken

Deutschlands vielleicht schönstes Gradierwerk in Bad Salzungen ist seit dem 6. Juni zumindest teilweise wieder geöffnet: Die Sole-Inhalation ist aufgrund der Corona-Auflagen zunächst aber nur an den Gradierwänden der historischen Anlage möglich. Das allein ist aber schon den Besuch wert: Die Bad Salzunger Natursole rieselt über Schwarzdorn-Reisig aus großer Höhe herab. Dabei zerstäubt die Sole an den Reisigspitzen und die Umgebungsluft nimmt gelöste Salzpartikel auf. Die Kurgäste wandeln in Umhängen an den Gradierwänden entlang. Durch die Inhalation dieser feucht-salzigen Luft können sie ihre Gesundheit und Leistungskraft verbessern, das Immunsystem stärken.

Noch heute ist das Gradierwerk das Herzstück der Kurstadt und ist nach umfangreicher Rekonstruktion in den 1990er Jahren schöner als jemals zuvor. Der architektonisch einmalige Mittelbau im hennebergisch-fränkischen Fachwerkstil wird von den beiden je 80 Meter langen Gradierwerken eingerahmt, von denen das eine etwa 200, das andere rund 100 Jahre alt ist. Das ganze Ensemble wurde 1906 mit Trinkhalle und Musikpavillon ergänzt.

Mehr zum Gradierwerk hier. Der benachbarte Reisemobil-Stellplatz ist ebenfalls bereits geöffnet. Mehr dazu hier.