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11.9.2010
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Wohnmobilpark Römerschlucht, Fürstenberg 6

  Xanten

Die alte Römerstadt wird wieder jung: Im Wohnmobilpark Römerschlucht Xanten finden Reisemobilisten einen idealen Ausgangspunkt für Stadtspaziergänge, die Spurensuche auf den Fährten der Römer und Fahrradtouren am Niederrhein.



Stellplatz
Wo einst die Römer ein Militärlager errichteten, fühlen sich heute Reisemobilisten wie zu Hause: Der Wohnmobilpark auf dem Fürstenberg am Rand der modernen Stadt Xanten erweist sich als ungemein praktischer, weil altstadtnaher Ausgangspunkt für Ausflüge. Die günstige und zugleich ruhige Lage am Rand des Zentrums ist das wichtigste Argument für diesen Stellplatz.

Zu Fuß sind es je nach Tempo etwa zehn bis 15 Minuten vom Reisemobil bis zum Dom St. Viktor im viel besuchten Herzen der Stadt. Der Stellplatz punktet aber auch durch seine großzügige Gestaltung und 60 großzügig dimensionierten Parzellen im Format 6 x 10 Meter, die sich an einer geschotterten Ringstrasse aufreihen – Rangierprobleme dürfte es in diesem Umfeld nun wirklich nicht geben. Mitten auf dem Übernachtungsbereich steht das Service-Center, in dem Stellplatzbetreiber Theo und Waltraud Dammertz sowie ihre Mitarbeiter wirken.

Stellplatzgäste können sich hier anmelden, alle notwendigen Informationen zu Platz und Stadt bekommen. Zudem dient das Gebäude als Treffpunkt für abendliche Runden zum Beispiel bei den regelmäßig stattfindenden Wochenend-Programmen. Wer einmal daran teilgenommen hat, wird die optisch nicht sonderlich einladenden Planen des Service-Centers zu schätzen wissen – diese halten die gelegentlich kühlen Winde fern, die sich in Vor- oder Nachsaison sonst unangenehm bemerkbar machen würden.


Ausstattung
Die Ausstattung des Stellplatzes ist ordentlich: Der eigentliche Übernachtungsbereich ist ausgestattet mit acht Stromsäulen mit 54 Steckdosen (maximal 1100 Watt) sowie einer Frischwassersäule vor dem Service-Center: Dieses beherbergt auch die Anmeldung mit dem Brötchenservice und vielen touristischen Informationen, einen Treffpunkt und einen überdachten Grillplatz für Stellplatzgäste.

Unterhalb des eigentlichen Übernachtungsbereiches befindet sich der separate Ent- und Versorgungsbereich am Rand einer Wiesenfläche, die an stark besuchten Tagen auch als einfache Erweiterungsfläche für den Hauptplatz zur Verfügung steht. Die Entsorgungsmöglichkeit besteht aus einem Bodeneinlass für Grauwasser in einer breiten Betonwanne und einem zusätzlichen Ausguss für Fäkalien. Dahinter wurde inzwischen ein einfacher Sanitärcontainer mit WC/Dusche installiert (gebührenpflichtig).


Preise
8 Euro pro Nacht und Mobil inklusive Frischwasser, Müll- und Abwasserentsorgung. Zehnerkarte: 60 Euro.

Strompauschale: 2 Euro pro Nacht und Mobil.


Gastgeber
Das Spektrum der TopPlatz-Betreiber ist so vielfältig wie nie zuvor: Mit Theo und Waltraud Dammertz besitzt der Wohnmobilpark Römerschlucht Xanten zwei Betreiber, die ihren Tag noch vor kurzem in einem Büro und nicht auf einem Stellplatz zugebracht haben.

Es begann wie so oft mit einem Versuch: In Issum, seinem Heimatort, legte Dammertz einen kleinen Stellplatz an, um mal "etwas Neues für die Zeit nach der beruflichen Tätigkeit als Versicherungskaufmann auszuprobieren" - Theo Dammertz leitete viele Jahrzehnte eine erfolgreiche Versicherungsagentur und war sogar Sprecher des Bezirks Niederrhein im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute.

Das Hexenland Sevelen zählt zwar zu den kleineren Stellplätzen am Niederrhein, zeigte aber dennoch bald Wirkung. "Es macht unheimlich viel Spaß", so berichtet Dammertz seine Erfahrungen, "mit den Gästen zu reden, Veranstaltungen vorzubereiten oder den Stellplatz zu verändern. So viel, dass im Herbst 2006 die Arbeiten am seinem zweiten Stellplatz begannen: in Xanten. Auf dem Fürstenberg der Stadt, genau dort, wo einst ein römisches Militärlager stand, entstand ein großzügig angelegter und zentrumsnaher Reisemobilhafen - der zweite TopPlatz am Niederrhein.

Übrigens geht der Erfolg des Stellplatzes Xanten auch auf das Engagement von Heinz-Theo Angenvoort zurück - der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Reisemobilfreundlicher Niederrhein und führende Kopf hinter dem nahen TopPlatz im nahen Geldern-Walbeck half Theo und Waltraud Dammertz den Einstieg in die Stellplatzszene mit vielen Tipps und Ratschlägen.


Ort
Die hohe Attraktivität Xantens als Ausflugsziel geht im wesentlichen auf die ebenso ereignisreiche wie große Historie des heute 22.000 Einwohner zählenden Städtchens zurück. Auf dem Fürstenberg, in etwa dort, wo sich heute der Wohnmobil-Stellplatz befindet, gründeten römische Legionäre im Jahre 13 oder 12 vor Christus das befestigte Militärlager Vetera, das Rom als Sprungbrett in die rechtrheinischen Gebiete Germaniens dienen sollte. Nordwestlich dieser Festung entwickelte sich in den folgenden Jahren eine Siedlung, die der römische Kaiser Marcus Ulpius Traianus um 110 n. Chr. zur römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana erhob - nach Köln wurde dies die zweitwichtigste römische Handelsstadt der Provinz Germania inferior.

Aus diesen Anfängen entstand im 8. Jahrhundert eine neue Stadt rund um den Stift St. Victor. Die Ruinen der römischen Stadt wurden zwar abgetragen und für den Bau neuer Gebäude verwendet, die Grundrisse aber blieben zum Glück für die Archäologen unüberbaut erhalten - und genau auf diesem Gelände konnten sie ihren Archäologischen Park anlegen. Nach wechselvoller Geschichte wurde die Stadt Xanten im Zweiten Weltkrieg zwar zu 85 Prozent zerstört, der Wiederaufbau erfolgte aber weitgehend nach historischen Vorbildern, so dass sich der Stadtkern rund um den wiederaufgebauten Dom St. Viktor großer Beliebtheit bei jährlich 800.000 Besuchern erfreut.

Wichtigste Sehenswürdigkeiten Xantens sind der Archöologische Park mit dem sehenswerten Römermuseum und den Resten der Großen Therme sowie der mittelalterliche Dom mit dem neuen Stiftsmuseum und der ebenfalls neue Nibelungenhort, der auf die Rolle Xantens als Siegfrieds Geburtsort in der Nibelungensage abhebt.


Umgebung
Xanten liegt am unteren Niederrhein und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Entdeckungen mit dem Fahrrad. Trotz zweier Erhebungen, der Hees und dem Marienbaumer Hochwald, empfiehlt sich das platte Land rund um Xanten für jede Altersgruppe. Fbeo haben die Radler die Wahl zwichen drei Routen, die die nähere Umgebung der Stadt erkunden (20, 30, 45 km) und den Fernradwegen, die auch Xanten anlaufen: Via Romana, Römer-Route, Niederrheinroute, Rhein-Radweg. Einzelheiten zud en Routen in der Tourist-Info Xanten in der Nähe des Doms. Tipp: Im 16 mal am Tag zwischen Xanten und Duisburg pendelnden RE 31 "Niederrheiner" können Fahrräder problemlos transportiert werden. Fährverbindung Xanten - Bislich. Radwanderer können mit der Fähre Keer´ tröch die Rheinseite wechseln und ihre Fahrt am anderen Ufer fortsetzen.


Insidertipp
Alljährlich im Hochsommer ist die Stadt Gastgeberin der Sommerfestspiele Xanten. In der Arena des römischen Amphitheaters im Archäologischen Park und im Amphitheater in Xanten-Birten sind jährlich wechselnde, erstklassige Aufführungen von Opern, Musicals, klassischer und unterhaltender Musik zu erleben. Einzelheiten zum Programm und zum Vorverkauf der Karten im Veranstaltungsteil: www.xanten.de.


Kontakt
Theo Dammertz,
Wohnmobilpark Römerschlucht,
Telefon 0 28 35/95 41 11,
Fax 0 28 35/95 41 23,
www.wohnmobilparkroemerschlucht-xanten.de.


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